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8.1.2009

08/2007

Deutschlands Arbeitnehmer zahlen am meisten

In Deutschland müssen Arbeitnehmer einer Studie zufolge deutlich mehr Steuern und Abgaben zahlen als in fast allen anderen OECD-Ländern. So das Ergebnis einer Untersuchung des Karl-Bräuer-Instituts, des Forschungsinstituts des Bundes der Steuerzahler. Bei den Bruttolohnkosten für ledige Durchschnittsverdiener liegt Deutschland demnach auf Platz 3 der 30 OECD-Länder, hinter Großbritannien und Belgien. Bei den Nettolöhnen rangieren ledige Durchschnittsverdiener in Deutschland aber nur auf Platz elf.

2006 haben die deutschen Arbeitgeber fast genau so viel für die Entlohnung eines Durchschnittsverdieners aufwenden müssen wie ihre britischen Konkurrenten. Die Nettolöhne der britischen Arbeitnehmer waren aber um 42 % höher als die ihrer deutschen Kollegen.

Ein lediger Durchschnittsverdiener muss nur in Belgien noch mehr Steuern und Abgaben zahlen als in Deutschland. Bei Familien sieht es kaum besser aus. Einschließlich der jüngsten Mehrwertsteuererhöhung müssen Familien inzwischen gut 30 % mehr Steuern und Abgaben entrichten als es im Schnitt der OECD-Länder der Fall ist.

45,9 % des Brutto sammelt der Staat über die Lohnsteuer, Sozialabgaben und die Mehrwertsteuer bei einem Ehepaar mit zwei Kindern wieder ein, wenn ein Elternteil durchschnittlich verdient und der Partner mit einem Teilzeitjob das Familienbudget um ein Drittel aufbessert. Lediglich in 3 Ländern war die Bilanz noch schlechter.


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